BroadChain erfährt, dass am 28. April laut BeInCrypto der Händler Avraham "Avi" Eisenberg, der wegen des Angriffs auf Mango Markets im Jahr 2022 verurteilt wurde, bestritten hat, Aave (AAVE) bedroht zu haben. Zuvor hatte die On-Chain-Analyseplattform Arkham berichtet, dass eine mit Eisenberg verbundene Adresse eine Transaktion erneut signiert habe, was darauf hindeute, dass er möglicherweise in den Kryptomarkt zurückkehren könnte.
Eisenberg betont, dass sein Verhalten im Jahr 2022 eine verantwortungsvolle Offenlegung und keine Angriffsdrohung gewesen sei. Er erklärte, dass er das Aave-Team vor der öffentlichen Offenlegung privat über potenzielle Risiken informiert habe, woraufhin das Team mitgeteilt habe, dass es bereits davon wisse und die Situation überwache. Der Vorfall geht auf Eisenbergs Versuch zurück, eine große CRV-Position von Curve (CRV)-Gründer Michael Egorov zu liquidieren, was letztlich zu seiner eigenen Liquidation führte. Später wurde er in einem anderen Fall verurteilt und inhaftiert.
Darüber hinaus wies Eisenberg die Behauptung von Omer Goldberg, dem Gründer von Chaos Labs, zurück. Goldberg hatte in einem Podcast gesagt, dass Eisenberg nach dem Mango-Vorfall das Angriffskostenmodell von Chaos Labs angefordert habe. Eisenberg stellte klar: "Eine solche private Nachricht hat es nie gegeben." Chaos Labs hatte am 6. April seine Risikopartnerschaft mit Aave beendet.
Die Kontroverse verdeutlicht erneut die Unschärfe der Sicherheitsgrenzen im DeFi-Bereich: Die Erkundung von Protokollschwachstellen kann sowohl als Bedrohung als auch als White-Hat-Verhalten angesehen werden. Derzeit ist Eisenbergs Adresse nicht auf einer schwarzen Liste, und abgesehen von den bereits markierten Signaturen wurden keine neuen Angriffsaktivitäten festgestellt.
