BroadChain erfuhr, dass die erste Runde der Stablecoin-Emissionslizenzen in Hongkong, ursprünglich für März 2026 geplant, am 1. April nicht wie vorgesehen vergeben wurde. Ein Sprecher der Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) bestätigte, dass die HKMA den Lizenzierungsprozess aktiv vorantreibe und rechtzeitig öffentlich darüber informieren werde.
Bei der Frage, wer die ersten Lizenzen erhalten wird, hatte sich der Markt zuvor vor allem auf die beiden Hongkonger Notenbanken HSBC und Standard Chartered konzentriert.
HSBC hat bislang nicht offiziell bestätigt, ob es einen Antrag auf eine Stablecoin-Lizenz gestellt hat. Bereits Mitte Januar 2026 gab es jedoch Gerüchte, dass HSBC gute Chancen auf eine der ersten Zulassungen habe.
Offiziell wurde für die Verzögerung der Lizenzvergabe noch kein konkreter Grund genannt.
Eine mit dem Stablecoin-Lizenzantragsverfahren vertraute Person enthüllte, die HKMA habe kürzlich intensiven Kontakt mit den ersten potenziellen, regulierungskonformen Lizenznehmern aufgenommen. Zu den Emissionsbedingungen seien zudem noch Änderungsvorschläge unterbreitet worden.
Parallel dazu befindet sich bereits die zweite Runde potenzieller lizenzierter und regulierungskonformer Stablecoin-Anbieter in Hongkong im Antragsverfahren. Verlässlichen Informationen zufolge gelten die Futu Securities und die OSL Group als aussichtsreiche Kandidaten für diese zweite Lizenzrunde.
