BroadChain erfuhr, dass der iShares Staked Ethereum Trust (Ticker: ETHB) von BlackRock am 12. März gestartet wurde, wie ein Forbes-Bericht vom 9. April zeigt. Die Verwaltungsgebühr liegt bei 0,25 % (im Einführungsangebot vorübergehend 0,12 %). Zusätzlich wird eine Provision von 18 % auf die gesamten Staking-Erträge des im Trust gehaltenen ETH erhoben, die sich auf rund 318 Millionen US-Dollar belaufen. Diese Provision teilen sich BlackRock und Coinbase.
Bei einer aktuellen Staking-Rendite für ETH von etwa 2,74 % entspricht die 18%-Provision einer Reduzierung der Gesamtrendite um rund 49 Basispunkte. Roy Kashi, CEO von Falconedge, ist der Ansicht, dass diese 18 % Kosten für Verwahrungsdienstleistungen, Risiken aus „Slashing“ (Strafabzüge), Validator-Gebühren sowie eine Markenprämie abdecken. Er schätzt zudem, dass die Mindestbetriebskosten für einen Staking-ETF bei etwa 5 % liegen. Richard Shorten, Gründer von GlobalStake, weist darauf hin, dass vor dem eigentlichen ETF noch zahlreiche versteckte Kosten anfallen.
Ethan Buchman, Mitbegründer von Cosmos, äußert, dass 18 % für ein institutionelles Produkt nicht unüblich seien. Er prognostiziert jedoch, dass dieser Satz künftig auf 15 % oder sogar 10 % sinken werde. Harriet Browning, Vice President Sales bei Twinstake, warnt davor, dass ein übermäßiger Preiskampf dazu führen könnte, dass einige Anbieter bei Sicherheits- und Transparenzstandards Abstriche machen.
Derzeit liegt diese Provision immer noch unter den bis zu 25 %, die Privatanleger auf gängigen Kryptoplattformen für das direkte Staking von ETH zahlen müssen. Der Finanzberater Tyrone Ross stellt zudem die Frage, ob es sich lohnt, 18 % der Staking-Erträge an BlackRock und Coinbase abzutreten.
