BroadChain erfuhr exklusiv, dass die Deutsche Börse plant, am 14. April 200 Millionen US-Dollar in Payward, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, zu investieren. Damit würde sie etwa 1,5 % der vollständig verwässerten Anteile erwerben. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll der Deal im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Laut Bloomberg-Berechnungen impliziert diese Transaktion eine Bewertung Krakens von rund 13,3 Milliarden US-Dollar. Bei einer vorherigen Aktienübertragung im November 2025 war das Unternehmen noch mit etwa 20 Milliarden US-Dollar bewertet worden.
Der Schritt wird als wichtiger Meilenstein für die Deutsche Börse gewertet, um ihr Engagement im Bereich digitaler Vermögenswerte deutlich zu beschleunigen.
Branchenbeobachter vermuten, dass es bei der Investition nicht nur um finanzielle Beteiligung geht. Vielmehr könnten strategische Synergien angestrebt werden – insbesondere in den Bereichen kryptobasierter Derivate, Marktdaten sowie Verwahr- und Depotdienstleistungen.
Die Deutsche Börse ist mit ihrer Plattform 360X bereits im Digital-Asset-Markt vertreten. Die geplante Kapitalbeteiligung an Kraken könnte ihre Marktposition im Kryptohandel und bei Abwicklungsdienstleistungen weiter stärken.
