BroadChain erfuhr, dass Peter Steinberger, Gründer von OpenClaw (im Netz auch als „Hummer“ bekannt), am 9. März seinen Wechsel zu OpenAI bestätigt hat. Dort wird er das Entwicklerteam dabei unterstützen, das Produktportfolio zu erweitern, wobei sein Fokus auf der Entwicklung der nächsten Generation persönlicher KI-Agenten liegt.
Ein Blick auf Steinbergers bisherige Karriere zeigt einen legendären Seriengründer. Bereits 2011 startete der erfahrene iOS-Entwickler mit PSPDFKit ein Solo-Projekt. Dank seiner Technologie für PDF-Verarbeitungs-SDKs war das Unternehmen schnell profitabel und wuchs innerhalb eines Jahrzehnts zu einem globalen Anbieter für Großkunden wie Apple und Adobe heran. 2021 verkaufte er den Großteil seiner Anteile für schätzungsweise 100 Millionen Euro und kündigte seinen Rückzug aus dem Berufsleben an. Doch das Gefühl der „Leere“ führte ihn bald in eine Phase der Orientierungslosigkeit – bis die KI-Welle ihm eine neue Richtung wies.
Im Juni 2025 kündigte Peter Steinberger sein Comeback an und gründete Amantus Machina. Angesichts des branchenweiten Trends zum „Jahr des KI-Agenten“ entwickelte und lancierte er den KI-Agenten Clawdbot (der später aufgrund von Markenrechtsstreitigkeiten erst in Moltbot und schließlich in OpenClaw umbenannt wurde). Das gesamte Projekt wurde vollständig mit KI-Hilfe entwickelt – ohne dass Steinberger eine einzige Codezeile selbst schreiben musste. Dank zentraler Vorteile wie lokaler Bereitstellung, aktiver Ausführung und dauerhafter Speicherung avancierte das Projekt rasch zum KI-Durchbruch des Jahres 2026 und sammelte auf GitHub über 280.000 Sterne.
Steinbergers Wechsel zu OpenAI markiert somit den Startpunkt seiner „aktuellen“ Karriere als Unternehmer im Bereich KI-Agenten.
Wie bekannt wurde, hat Sam Altman, Mitgründer von OpenAI, die Verpflichtung persönlich bekannt gegeben. Ausschlaggebend war Steinbergers umfassende Produkterfahrung mit KI-Agenten: Die bestehenden Agenten-Produkte von OpenAI weisen nach wie vor Schwächen in puncto Benutzerfreundlichkeit und lokaler Ausführungsfähigkeit auf – genau hier können die technologischen Stärken von Steinbergers OpenClaw diese Lücke schließen.
Interessanterweise wird OpenClaw nach Steinbergers Wechsel zu OpenAI als eigenständige, gemeinnützige Open-Source-Stiftung weiterbestehen. OpenAI wird die Stiftung weiterhin finanziell unterstützen, und Steinberger selbst wird OpenClaw auch weiterhin als Berater zur Seite stehen.
Steinbergers zentrale Mission bei OpenAI lautet: „Einen Agenten zu bauen, den sogar meine Mutter nutzen kann.“ Damit soll OpenAI dabei helfen, seine Produktlücken zu schließen, sich im Bewusstsein von Verbrauchern und Unternehmen im Bereich persönlicher und geschäftlicher Agenten zu verankern und den Wettbewerb im Silicon Valley um KI-Agenten weiter anzufachen.
