BroadChain erfuhr, dass der Stablecoin-Emittent Circle die Europäische Union am 24. März dazu aufrief, die Reform des Regulierungsrahmens für digitale Vermögenswerte zu beschleunigen. Der Grund: Das derzeitige Tempo könnte die institutionelle Einführung tokenisierter Märkte ausbremsen.
In einer Stellungnahme zum EU-„Marktintegrationsplan“ würdigte Circle diesen zwar als wichtigen Schritt zur Modernisierung der Kapitalmärkte, kritisierte jedoch weiterhin bestehende Defizite bei Skalierbarkeit, Aufsichtsmechanismen und Abrechnungsregeln.
Der Emittent sprach sich für eine Optimierung des Pilotrahmens für Distributed-Ledger-Technologie (DLT) aus. Dazu gehöre eine Erweiterung der zugelassenen Vermögenswerte sowie höhere Obergrenzen für Transaktionsvolumina. Gleichzeitig machte Circle deutlich, dass die aktuellen Beschränkungen weiterhin ein Hemmnis für Liquidität und institutionelles Engagement darstellen.
Circle schlug die Einführung eines „dynamischen Schwellenwert-Mechanismus“ vor. Dieser würde regulatorische Parameter automatisch an die Marktentwicklung anpassen, anstatt auf langwierige gesetzgeberische Nachjustierungen angewiesen zu sein. Zudem forderte das Unternehmen eine klare Roadmap für den Übergang von der Pilotphase zu einem vollständig regulierten System.
Abschließend betonte Circle die Dringlichkeit, das Reformtempo zu erhöhen. Eine zu zögerliche Regulierung drohe, tokenisierte Finanzaktivitäten in dynamischere Märkte wie die USA abwandern zu lassen.
