币安资金链疑似断裂,超级“灰犀牛”事件正在抬头

Binance-Kapitalfluss scheint zu brechen – ein massiver „grauer Nashorn“-Vorfall bahnt sich an

BroadChainBroadChain21.05.2020, 16:35
Dieser Inhalt wurde von KI übersetzt
Zusammenfassung

Mit der Zeit wird die Wahrheit über Binance' Kapitalprobleme sicherlich von immer mehr Menschen aufgedeckt werden.

In der Wirtschaftswelt treten die Begriffe „Schwarzer Schwan“ und „graues Nashorn“ oft gemeinsam auf. Ein „Schwarzer Schwan“ steht für ein unwahrscheinliches Ereignis mit schwerwiegenden Folgen, während ein „graues Nashorn“ eine hochwahrscheinliche und folgenschwere Krise beschreibt. Interessanterweise lassen sich fast alle „Schwarzen Schwäne“ letztlich auf ein zugrundeliegendes „graues Nashorn“ zurückführen.

Zur Risikobereitschaft im Kryptomarkt wurde ich einmal gefragt: Wenn bestimmte Risiken bereits erkennbar sind, warum werden sie von vielen Anlegern dann so offensichtlich ignoriert? Nehmen wir das aktuelle Beispiel USDT: Massive Neuemissionen und steigende Prämien, deren Ursachen unklar sind. Oder die Frage, ob der Überfluss an BTC auf Handelsplattformen diese am Ende zum größten Verkäufer macht.

Die Antwort ist simpel: Kapitalmärkte neigen dazu, unmittelbar bevorstehende Krisen zu verharmlosen – besonders dann, wenn eine Gefahr zwar lange bekannt ist, sich aber in einer Art Schwebezustand befindet. Solange sich die Situation nicht akut verschlechtert und Anleger nicht direkt betroffen sind, hinterfragen die meisten die tieferen Konsequenzen nicht. Viele Kryptoanleger lassen sich vor allem von den aktuellen Schlagzeilen leiten.

Der Boom bei Kryptowährungen und Derivaten hat dazu geführt, dass selbst frühere „Hodler“, die einfach nur Coins kauften und hielten, zunehmend in hochriskante Derivate und Anlageprodukte einsteigen.

Viele dieser Derivateprodukte sind primär auf den Eigennutz der Plattform ausgerichtet. Sie locken mit hohen Gewinnversprechen, verschleiern aber gleichzeitig die Risiken, um Handelsvolumen und Umsatz in die Höhe zu treiben. Erfahrungen aus dem Bereich Internet-Finanzdienstleistungen zeigen: Manche Unternehmen scheuen nicht einmal vor Betrug oder Zahlungsausfällen zurück, um ihren Profit zu maximieren – ein enormes Risiko für die betroffenen Anleger.

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Das gilt auch für aktuelle Krypto-Anlageprodukte: Hinter den Hochzinsangeboten auf Binance Earn etwa könnte sich bereits ein gewaltiges „graues Nashorn“ verbergen.

01

Binance baut einen riesigen Anlagepool auf

Hohe Obergrenzen bergen Ausfallrisiken

Im April dieses Jahres führte Binance Earn hochverzinsliche Anlageprodukte ein. Nutzer konnten sich für maßgeschneiderte Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 7 oder 30 Tagen registrieren. Die angepriesenen Jahresrenditen waren beachtlich: für EOS bis zu 6 % bei 7 Tagen und bis zu 8 % bei 30 Tagen. Binance warb sogar mit dem Slogan „bis zu 200 % höhere Rendite als vergleichbare Produkte“.

Zudem erhöhte Binance die individuellen Anlageobergrenzen pro Nutzer drastisch – von ursprünglich 2 BTC auf nun 5.000 BTC. Das entspricht einem Volumen von rund 47 Millionen US-Dollar.

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Screenshot von Binance Earn

Hochverzinsliche Produkte wirken auf den ersten Blick stabil. Doch die Volatilität und das Risiko im Kryptomarkt übersteigen die traditioneller Märkte bei Weitem. Jedes Hochzinsprodukt birgt daher ein latentes Risiko: den Ausfall bei Fälligkeit.

Dass Binance dieses Risiko eingeht und mit Renditen lockt, die ein Vielfaches über dem Marktniveau liegen, lässt erfahrene Anleger aufhorchen: Steht Binance finanziell etwa so unter Druck, dass dringend Nutzergelder benötigt werden, um Liquiditätslücken zu stopfen?

Wie ist es wirklich um die Finanzen von Binance bestellt? Ist die Lage so stabil wie behauptet? Eine fundierte Einschätzung erfordert eine mehrdimensionale Analyse der Einnahmen, Ausgaben und Investitionen der Plattform.

02

BNB-Rückkaufdaten unter der Lupe

Enthüllung künstlich aufgeblähter Renditen

Seit ihrer Gründung 2017 steht Binance im Zentrum heftiger Kontroversen.

BNB ist das native Token der Börse mit einer Gesamtmenge von 200 Millionen. Ursprünglich war vorgesehen, dass 20 % des Quartalsgewinns vierteljährlich zum Rückkauf und zur Vernichtung von BNB verwendet werden, bis nur noch 100 Millionen Token im Umlauf sind.

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Zweifellos sollte der Gewinnrückkauf ursprünglich den BNB-Kurs stützen und so alle Anleger begünstigen. Heute jedoch scheint sich BNB zunehmend zu einem Instrument zu entwickeln, mit dem Binance Handelsvolumen manipuliert und durch kreative Buchhaltung Anleger in die Irre führt.

Laut offiziellen Angaben von Binance erzielte die Plattform 2019 beträchtliche Gewinne. Die Details:

Einnahmen:

Q1: Vernichtung im Wert von 829.888 BNB (entspricht 15,6 Mio. USD), Gewinn: 78 Mio. USD

Q2: Vernichtung im Wert von 808.888 BNB (entspricht 24,27 Mio. USD), Gewinn: 121,33 Mio. USD

Drittes Quartal: Verbrannte BNB im Wert von 2.061.888 USD (entsprechend 36,7 Millionen USD), Gewinn: 18,35 Millionen USD.

Viertes Quartal: Verbrannte BNB im Wert von 2.216.888 USD (entsprechend 38,8 Millionen USD), Gewinn: 19,4 Millionen USD.

Angesichts der quartalsweise steigenden Gewinne scheint Binance eine goldene Ära zu erleben – die Einnahmen wachsen kontinuierlich. Doch entspricht das der Realität?

Nehmen wir das dritte Quartal 2019: Binance veröffentlichte die Daten zum Token-Burn seines Plattform-Tokens BNB. Insgesamt wurden 2.061.888 BNB vernichtet, was einem Wert von rund 36,7 Millionen USD entsprach und auf einen Quartalsgewinn von 18,35 Millionen USD schließen ließ. Im zweiten Quartal belief sich die vernichtete BNB-Menge hingegen auf 808.888 Token, was einem direkten Gewinn von 12,1 Millionen USD gleichkam.

Doch diese Zahlen enthalten erhebliche „Wasseranteile“.

Die Handelsvolumina von Binance beliefen sich im zweiten Quartal 2019 auf 159,62 Milliarden USD; im dritten Quartal sanken sie jedoch auf 113,942 Milliarden USD – ein Rückgang von 45,678 Milliarden USD oder fast 28,62 %. Diese Daten sind zudem nachträglich „aufgehübscht“, da Binance in der zweiten Hälfte des dritten Quartals sowohl Futures-A- als auch Futures-B-Verträge eingeführt hatte.

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An dieser Stelle dürfte den Lesern klar sein: Wie konnte Binance im dritten Quartal trotz deutlich gesunkener Handelsvolumina höhere Gewinne als im Vorquartal erzielen?

Abgesehen von der Methode, durch manipulierte BNB-Rückkaufdaten ein besseres Bild zu erzeugen – eine Art „Gift schlucken, um das Gesicht zu wahren“ – gibt es dafür kaum eine andere Erklärung.

Dass die tatsächlichen Gewinne und Handelsvolumina von Binance weit hinter den offiziellen Angaben zurückbleiben, zeigt sich auch an der aktuellen Anzahl der On-Chain-Wallets der Handelsplattformen. Stand 14. Mai 2020 rangierte der Wallet-Saldo von Binance nur auf Platz vier: 84.630 Token hinter OKEx (Platz drei), 183.245 Token hinter Huobi (Platz zwei) und ganze 795.399 Token hinter Coinbase (Platz eins).

Die Anzahl der On-Chain-Wallets gilt als einer der verlässlichsten Indikatoren für die tatsächliche Marktmacht einer Plattform. Offensichtlich konnten weder die scheinbar quartalsweise steigenden BNB-Burn-Mengen noch die ausgewiesenen Quartalsgewinne den Niedergang von Binance aufhalten – vom einstigen „Star der Branche“ im Jahr 2017 ist die Börse längst vom Thron gestürzt und mittlerweile weit hinter die Top Drei zurückgefallen.

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03

Intransparente Ausgaben und unklare Einnahmen

Investitionen im ersten Halbjahr überstiegen 72 % des Vorjahresgewinns

Werfen wir nun einen konkreten Blick auf die Ausgaben von Binance im Jahr 2019. Zuvor lohnt es sich, die bekannten Hackerangriffe auf die Börse Revue passieren zu lassen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat Binance aufgrund wiederholter Sicherheitsprobleme sowohl Anerkennung als auch Kritik erfahren – Hackerangriffe sind ein ständiger Schatten, der über dem Unternehmen liegt.

Im März 2018 wurde Binance Opfer eines großangelegten Phishing-Angriffs, bei dem Hacker Benutzerkonten ausspähten, um Kryptowährungen zu stehlen.

Im Mai 2018 war Binance Ziel eines massiven systematischen Angriffs: Hacker entwendeten 7.000 BTC aus der sogenannten „Geothermal-Wallet“ von Binance.

Im Juli 2018 ereignete sich ein weiterer Hackerangriff, bei dem erneut mehrere Tausend Bitcoin gestohlen wurden.

Im Juli 2019 wurde das Konto von Binance DEX gehackt, wodurch alle dort gespeicherten Vermögenswerte verschwanden.

Im August 2019 wurden KYC-Daten einiger Binance-Nutzer von Hackern gestohlen und anschließend live in einer Telegram-Gruppe veröffentlicht.

Ein bekanntes Sprichwort unter Hackern lautet: „Mit genügend Zeit lässt sich jede Plattform hacken.“

„Es ist schlimm, bestohlen zu werden – noch schlimmer ist es, ständig im Visier zu stehen.“ Die chronologische Liste der Sicherheitsvorfälle zeigt deutlich, dass Binance seit Langem ein bevorzugtes Ziel globaler Hacker ist. Historischen Daten zufolge beläuft sich allein die gestohlene Bitcoin-Menge bei Binance auf über 20.000 BTC – je nach Kurs entspricht das einem geschätzten Wert von über 800 Millionen RMB.

Für Nutzer ist die Sicherheit ihrer digitalen Vermögenswerte die grundlegendste Anforderung an eine Kryptobörse. Jeder Ausfall oder Coin-Verlust löst Panik aus. Nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Börse FCoin ist das Vertrauen in zentralisierte Handelsplattformen ohnehin brüchig; häufige Handelsunterbrechungen könnten Nutzer endgültig vergraulen.

Wenn die Einnahmen von Binance im Jahr 2019 bereits als „unklar“ gelten müssen, so sind die Ausgaben seit 2019 erst recht intransparent.

Zunächst wurden 2019 nahezu 20.000 Bitcoin von Binance gestohlen – ein Wert von über 800 Millionen RMB. Zudem erwarb Binance im selben Jahr die indische Börse WazirX und gründete gemeinsam mit ihr einen Blockchain-Entwicklungsfonds für Indien mit einem Volumen von 50 Millionen USD (ca. 350 Millionen RMB). Ein weiteres, branchenweit als Verlustgeschäft eingestuftes Vorhaben war der Erwerb von JEX – angeblich erwirtschaftet JEX bis heute keinen Gewinn.

Auch 2020 startete Binance mit einer spektakulären Akquisition: Für 400 Millionen USD (über 2,8 Milliarden RMB) wurde CoinMarketCap (CMC) übernommen. Zudem investierte Binance in Tokocrypto, Indonesiens erste regulierte Krypto-Asset-Börse. Unter Berücksichtigung weiterer Investitionen sowie unvorhersehbarer Verluste in den Jahren 2019 und 2020 beliefen sich die Ausgaben von Binance innerhalb von weniger als eineinhalb Jahren bereits auf über 5 Milliarden RMB (knapp 700 Millionen USD) – ein außerordentlich rasanter Expansionskurs.

Binance-CEO Changpeng Zhao (CZ) kündigte kürzlich an, dass die Börse jährlich 25 % ihres Gewinns für Expansion und Übernahmen verwenden werde.

Laut offiziellen Angaben von Binance belief sich der Unternehmensgewinn 2019 auf etwa 550 Millionen US-Dollar. Die unvorhergesehenen Ausgaben – darunter auch Diebstähle von Kryptowährungen – sowie Investitionen summierten sich im selben Jahr jedoch auf über 200 Millionen US-Dollar. Das entspricht fast 36 % des Jahresgewinns und liegt damit deutlich über den angekündigten 25 %. Bis Mitte 2020 hatte Binance bereits über 400 Millionen US-Dollar investiert, was 72 % des Vorjahresgewinns ausmacht.

Wie konnte CZ also bereits im Voraus wissen, dass der Jahresgewinn von Binance 2020 über 1,6 Milliarden US-Dollar betragen würde? Oder wurde die Finanzabteilung angewiesen, in den Quartalen Q2, Q3 und Q4 gezielt „geschönte“ BNB-Rückkaufdaten mit einer Endziffer „8“ zu generieren? Ein solches Vorgehen könnte darauf abzielen, ein optisch ansprechenderes und stärker aufgeblähtes Ergebnis als 2019 vorzulegen, um die durch die rasante Expansion entstandenen problematischen Bilanzpositionen auszugleichen.

04

Finanzrisiken nach rasanter Expansion

„Geld von links nach rechts schieben“ – Der Versuch, Verluste zu kompensieren

Eine überhastete Expansion geht zwangsläufig mit erheblichen finanziellen Risiken einher.

Der Kryptomarkt steht derzeit vor zwei zentralen Herausforderungen: einer zyklischen Korrektur sowie einem allgemeinen Rückgang der Nutzerzahlen und des Spot-Handelsvolumens. Nach dem kurzen Bullenmarkt 2017 und dem bislang ausgebliebenen nachhaltigen Aufschwung scheint Binance in den letzten beiden Jahren in eine Sackgasse geraten zu sein. Die Expansion dient dem Versuch, neue Chancen zu erschließen und die Ertragsquellen zu diversifizieren. Historisch betrachtet birgt ein solch schnelles Wachstum zahlreiche finanzielle Gefahren. Im Kryptobereich manifestieren sich diese zudem in spezifischen Risiken wie Plattformsicherheit, Liquidität, Investitionen und Betrieb.

Die finanziellen Risiken für Kryptobörsen sind vielfältig und dynamisch. Dazu zählen etwa Liquidationsereignisse bei unzureichender Margin, die Unfähigkeit, hohe Gewinne aus Hebelgeschäften bei extremen Marktbewegungen auszuzahlen, oder auch gescheiterte Hedging-Strategien auf anderen Plattformen aufgrund plötzlicher Netzwerkausfälle („Netzkabelziehen“).

Unglücklicherweise ist Binance mit nahezu all diesen Risiken konfrontiert worden.

Erinnern wir uns an die extreme Volatilität vom 12. März 2020: Der Bitcoin-Kurs fiel zeitweise unter 4.000 US-Dollar. Bei Perpetual Contracts sank der Preis auf BitMEX auf 3.596 US-Dollar, während Binance bei 3.621,10 US-Dollar notierte. Auch der Bitcoin-Bestand im Risikogarantiefonds von Binance schwankte stark und brach zeitweise ein. An diesem Tag verzeichnete Binance Einzahlungen von 13.549,53 BTC und Abhebungen von 21.482,54 BTC – ein Nettoabfluss von 7.933 BTC. Infolge einer massiven Abhebungswelle sank der Bestand der Hot Wallet von Binance zeitweise auf nur noch 22 Bitcoin.

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Screenshot des Binance-Risikogarantiefonds

Binance setzt für seine Futures den ADL-Automatischen-Liquidationsmechanismus ein, auch als „Gewinn-Liquidation“ bekannt. Dabei werden gegenläufige Positionen in einer Reihenfolge liquidiert, die sich nach Hebel und Gewinnquote richtet. Reicht der Risikofonds nicht aus, um Liquidationsverluste zu decken, wird dieser Prozess ausgelöst: Es wird eine ADL-Rangliste basierend auf Rendite und effektivem Hebel erstellt. Aggressive Strategien mit hohem Hebel und den höchsten Gewinnen werden zuerst markiert und automatisch liquidiert.

Einfach ausgedrückt: Man kann bis auf den letzten Cent verlieren – aber nicht unbegrenzt gewinnen.

Trotz des ADL-Mechanismus war der Risikofonds von Binance am 12. März erschöpft. Gleichzeitig kam es zu massenhaften Liquidierungen bei einem starken Ungleichgewicht zwischen Short- und Long-Positionen. Bei Binance spielte sich eine Art „CNOOC Crude Oil Treasure“-Vorfall ab: Long-Positionen konnten nicht geschlossen werden, weil es keine Käufer gab, während Inhaber von Short-Positionen ihre Gewinne nicht auszahlen lassen konnten. Daher musste Binance neben der automatischen Liquidation profitabler Short-Positionen aus der ADL-Liste auch eigene Mittel zur Gewinnausschüttung einsetzen.

Man kann sagen, dass Binance allein an diesem 12. März einen schweren Schlag erlitt.

05

Die Hintergründe der negativen USDT-Prämie

78,9 % der neu emittierten USDT landen letztlich bei Binance

Seit dem Kryptomarkt-Crash am 12. März hat Tether, der Emittent von USDT – oft scherzhaft als „die Fed der Kryptoindustrie“ bezeichnet –, die Geldmenge massiv ausgeweitet.

Vom 12. März bis heute belief sich die Gesamtemission auf 4,249 Milliarden US-Dollar (einschließlich bereits autorisierter, aber noch nicht ausgegebener Beträge). Seit April und Mai erfolgte die Emission überwiegend auf der TRON-Blockchain; seit Mai werden alle neuen USDT ausschließlich auf TRON ausgegeben.

Laut Tokenview-Analysen fließt der Großteil der neu emittierten USDT letztlich an Börsen wie Huobi, Binance und Bitfinex. Eine Untersuchung von Beijing ChainAn zu den ERC-20-USDT-Emissionen im März und April ergab, dass der Löwenanteil dieser Token an Binance und Huobi ging. Im April beispielsweise landeten 97,85 % der neuen ERC-20-USDT bei diesen beiden Börsen – allein 78,9 % davon bei Binance.

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Die massive Ausgabe von USDT auf der TRON-Blockchain durch Binance ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Investitionen der Börse die Erwartungen bei weitem übersteigen. Dies übt Druck auf die Cashflows aus, erhöht die finanziellen Risiken und führt zu einer erheblichen Kapitalücke, die zwangsläufig weitere Geldschöpfung erforderlich macht.

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Greift Binance wirklich niemals in die Coins auf Ihrem Konto ein?

In diesem Jahr kam ans Licht, dass Binance die digitalen Währungen seiner Nutzer für Abstimmungen missbraucht hat.

Der Vorfall spielte sich wie folgt ab: Die Witness-Knoten von STEEMIT hatten sich gemeinsam für eine Soft-Fork der STEEM-Chain ausgesprochen, um die Coins von Sun Yuchen einzufrieren. Doch Binance nutzte die auf der Börse verwahrten Coins, um dagegen zu stimmen und andere Witnesses abzuwählen. Noch unverfrorener war, dass Binance zeitgleich die Auszahlungsfunktion für STEEM deaktivierte. Ein solch willkürlicher Umgang mit Nutzervermögen ist mehr als bedenklich!

Verschiedene Anzeichen – wie die massive Coin-Akquise über Binance Earn, die starke USDT-Ausgabe auf der TRON-Chain und der Missbrauch von Kundengeldern – deuten darauf hin, dass Binance möglicherweise mit Liquiditätsengpässen kämpft. Mit der Zeit wird das wahre Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten von Binance zweifellos immer deutlicher zutage treten.

Einige Beobachter vermuten, dass der Zusammenbruch von FCoin einen Dominoeffekt bei anderen Börsen ausgelöst haben könnte – einen sogenannten „Schmetterlingseffekt“ für die Sicherheit von Krypto-Börsen.

Auf dem Markt hält sich zudem das geflügelte Wort: „Wartungsarbeiten bei Binance bedeuten zwangsläufig fallende BTC-Kurse.“ Der Millionendiebstahl von BTC, das risikoreiche P2P-Coin-Akquiseprogramm, das rücksichtslose Wachstum, der Missbrauch von Kundengeldern und die Auszahlung hoher Gewinne aus eigenen Handelspositionen – all diese Vorfälle sind Teil eines schleichenden Prozesses, in dem sich ein „graues Nashorn“-Risiko am Kryptomarkt formt, dessen potenzielle Folgen kaum absehbar sind.

Angesichts der zunehmenden Vernetzung des heutigen Kryptomarktes würde ein tatsächliches „graues Nashorn“-Ereignis, das von Binance ausgeht, den Markt genauso schwer treffen wie einst der Mt. Gox-Zusammenbruch – wenn nicht sogar noch nachhaltiger.

Das Vorgehen von Binance sollte daher alle Marktteilnehmer – Anleger wie Branchenkenner – zur Vorsicht mahnen und zum Nachdenken anregen.