Zusammenfassung
BroadChain erfuhr, dass Joshua Lim, Co-Head of Markets bei FalconX, am 17. April um 20:30 Uhr laut NewsBTC darauf hinwies, dass das Quantencomputing-Risiko für Bitcoin möglicherweise bereits vor einem tatsächlichen Schaden an den链上-Assets auf dem Derivatemarkt Signale aussenden könnte. Seine zentrale These lautet, dass das Problem nicht nur darin besteht, ob Bitcoin zu einer quantensicheren Kryptographie migriert werden kann, sondern vielmehr darin, ob das Netzwerk auf Governance-Ebene entscheiden kann, wie mit den Coins von Satoshi Nakamoto und anderen frühen Haltern verfahren wird, die möglicherweise niemals an einer Migration teilnehmen. Lim unterteilt das Risiko in ein technisches Problem und eine Governance-Krise, wobei letztere etwa 1,1 Millionen BTC aus Nakamotos Bestand sowie insgesamt bis zu 1,7 Millionen potenziell gefährdete BTC umfasst – mit einem geschätzten Wert von rund 127 Milliarden US-Dollar. Sollten diese Assets nicht…
BroadChain berichtet: Joshua Lim, Co-Head of Markets bei FalconX, wies am 17. April um 20:30 Uhr (laut NewsBTC) darauf hin, dass sich die Risiken durch Quantencomputer für Bitcoin möglicherweise zuerst an den Derivatemärkten zeigen – noch bevor es zu tatsächlichen Schäden an den Vermögenswerten auf der Blockchain kommt. Sein Kernargument: Es geht nicht nur darum, ob Bitcoin auf quantensichere Kryptographie umgestellt werden kann, sondern vor allem darum, ob das Netzwerk auf Governance-Ebene entscheiden kann, wie mit den Coins von Satoshi Nakamoto und anderen frühen Adressen umgegangen werden soll, die womöglich nie migrieren werden.
Lim unterteilt das Risiko in ein technisches Problem und eine Governance-Krise. Letztere betrifft rund 1,1 Millionen BTC im Besitz von Satoshi Nakamoto sowie insgesamt bis zu 1,7 Millionen potenziell gefährdete Coins mit einem geschätzten Wert von etwa 127 Milliarden US-Dollar. Werden diese Vermögenswerte nicht migriert, ergeben sich zwei Szenarien: Bewegt Satoshi Nakamoto seine Coins vor dem sogenannten „Q-Day“, müsste der Markt die Wahrscheinlichkeit künftiger Verkäufe neu bewerten – was zu einem massiven Preisverfall führen könnte. Bleibt Satoshi Nakamoto dagegen inaktiv, könnten die Coins durch leistungsstarke Quantencomputer gestohlen werden. Auf Governance-Ebene stünde man dann vor der schwierigen Wahl zwischen dem „Löschen der Coins“ oder einer „Hard Fork“.
Angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen US-Dollar, der zunehmenden Institutionalisierung sowie der Einbettung in ETFs, Futures und Optionen würde jede Fork-Entscheidung extreme Volatilität und eine Kettenreaktion von Liquidierungen auslösen. Lim ist der Ansicht, dass sich frühe Warnsignale für das Quantenrisiko in langfristigen Options-Schieflagen („long-dated options skew“), Forward-Basiswerten („forward basis“) sowie der Verteilung offener Positionen („open interest“) über verschiedene Märkte hinweg zeigen könnten. Derzeit liegt die Schieflage bei langfristigen Put-Optionen nahe einem Mehrjahreshoch, während die Basis ein Mehrjahrestief erreicht hat – ein Muster, das Ähnlichkeiten mit den Signalen während des Zusammenbruchs von Three Arrows Capital und FTX im Jahr 2022 aufweist. Allerdings hat der Markt das unmittelbar bevorstehende Quantenereignis bislang noch nicht eingepreist.