Laut einem am 4. April von CoinDesk veröffentlichten Analysebericht von CryptoQuant ist die interne Bitcoin-Nachfrage im ersten Quartal 2026 deutlich eingebrochen, wie BroadChain berichtet.
Die 30-Tage-Nettonachfrage lag bei -63.000 BTC. Trotz beschleunigter institutioneller Käufe – etwa 50.000 BTC über ETFs und rund 44.000 BTC über Strategy – wurden netto etwa 157.000 BTC verkauft. Diese Verkäufe gingen hauptsächlich von Privatanlegern, „alten Walen“ und Minern aus.
Großhalter (1.000–10.000 BTC) haben sich innerhalb des letzten Jahres vom größten Käufer zum größten Verkäufer gewandelt und insgesamt etwa 188.000 BTC abgestoßen. Mittelgroße Halter (100–1.000 BTC) kaufen zwar weiterhin, doch ihre Kaufgeschwindigkeit ist seit Oktober 2025 um über 60 % gesunken.
Der Bitcoin-Spotpreis pendelt stabil zwischen 67.000 und 68.000 US-Dollar. Das liegt immer noch etwa 21 % über den gewichteten Durchschnittskosten von 54.286 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die Mehrheit der Halter weiterhin im Gewinnbereich ist und der Markt seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat.
Marktstimmung und Kapitalströme klaffen auseinander: Während der Fear & Greed Index im Bereich „extreme Angst“ (8–14) verharrt, verzeichneten die ETFs im März einen Nettozufluss von über 1 Milliarde US-Dollar. Der fortlaufend negative Coinbase Premium Index zeigt zudem, dass die Beteiligung amerikanischer Institutionen nach wie vor begrenzt ist.
Geopolitische Spannungen sorgen für wiederholte Preisschwankungen. Die Marktteilnehmer verfolgen zunehmend eine abwartende Haltung, was zu einem langsamen Rückgang der Gesamtnachfrage führt – ohne dass es jedoch zu panikartigen Verkäufen kommt.
Obwohl der Preis seit dem historischen Höchststand von 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 um etwa 47 % gefallen ist – deutlich weniger als die Einbrüche von über 85 % in den Jahren 2013 und 2017 – sieht Zack Wainwright darin ein Zeichen für die zunehmende Reife des Bitcoin-Marktes, dessen Volatilität schrittweise abnimmt.
Potenzielle Katalysatoren für die Zukunft sind: die mögliche Zulassung eines kostengünstigen Bitcoin-ETFs durch Morgan Stanley, der Zugang zu 6,2 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten über 16.000 Finanzberater bieten würde, sowie das kontinuierliche monatliche Kaufvolumen von 4.400 BTC durch das Priority-Aktienprodukt „Strategy STRC“, das für stabile Nachfrage sorgen könnte. Kurzfristige technische Indikatoren deuten darauf hin, dass Bitcoin bei einer Entspannung des Iran-Konflikts auf 71.500 bis 81.200 US-Dollar steigen könnte.
CryptoQuant kommt zu dem Schluss, dass die interne Bitcoin-Nachfrage derzeit schwindet. Die aktuelle Preisstabilität hängt daher maßgeblich von den fortlaufenden Käufen institutioneller ETFs, von Strategy sowie von neuen Kanälen ab, die den Verkaufsdruck von Privatanlegern und Großhaltern auffangen müssen.
