星辰生态AOT身披区块链“外衣”拉人头发展下线,平台已无法登陆

Sterne-Ökosystem AOT trägt Blockchain-„Außenhülle“, um Mitglieder zu rekrutieren und Downlines aufzubauen; Plattform ist mittlerweile nicht mehr erreichbar

BroadChainBroadChain28.04.2020, 14:20
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Zusammenfassung

Rechtsanwälte zufolge sind die Rekrutierung neuer Mitglieder, die Bildung von Netzwerken sowie mehrstufige Provisionssysteme grundlegende Merkmale von Schneeballsystemen. Derzeit ist die Plattform aufgrund einer „aktivierten Sicherheitsabschirmung“ nicht mehr normal erreichbar.

Im aktuellen Blockchain-Hype erfreuen sich Projekte großer Beliebtheit, die sich als vermeintliche „Blockchain“-Initiativen tarnen, in Wirklichkeit aber nur unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit agieren. Ein Reporter der Beijing Business Daily ist kürzlich auf das Projekt „Stellar Ecosystem AOT Public Welfare & Charity Alliance“ gestoßen, das derzeit stark beworben wird. Es nutzt Blockchain-Anwendungen als Verkaufsargument, produziert mit sogenannten „Cloud-Mining-Geräten“ den Spendentoken AOT und behauptet, alle Transaktionen seien P2P-Direktüberweisungen. Gleichzeitig werben sowohl die Mining-App als auch die Client-Anwendung von „AOT Charity Token“ aktiv um neue Teilnehmer und fördern den Aufbau von Unterstrukturen. Rechtsexperten zufolge sind das Anwerben neuer Mitglieder („Pyramid-Schema“), die Bildung von Netzwerken sowie mehrstufige Provisionssysteme klassische Merkmale von Schneeballsystemen.

Sind P2P-Direktüberweisungen vertrauenswürdig?

Mit Slogans wie „keine Zugangshürden, keine Kosten“ wirbt das Kryptowährungsnetzwerk damit, dass sich Nutzer sofort registrieren und ein Mining-Gerät erhalten können – die Erträge werden täglich berechnet und ausgezahlt. Die AOT-Plattform betont, keinerlei Kundengelder zu verwalten und keinen gemeinsamen Pool einzurichten. Solche Versprechungen locken viele unerfahrene Anleger an.

Als sich der Reporter der Beijing Business Daily als neu eingestiegener Investor nach einer Teilnahmemöglichkeit erkundigte, stellte Cao Lei (ein Pseudonym), mittlerweile Bezirksvertreter, eine AOT-Registrierungs-URL zur Verfügung: https://aotchina.appmark.com.cn sowie einen universellen Download-Link. Er behauptete, die Domainendung „com.cn“ sei äußerst selten und durch das Präfix „China“ gekennzeichnet – dies sei ein speziell staatlich genehmigter Domainname. Ein Branchenexperte für Datenanalysen widersprach jedoch: „aotchina“ sei lediglich eine Subdomain und keineswegs ein staatlich genehmigter Name; die eigentliche Firmen-Webadresse laute www.appmark.com.cn.

Laut Informationen der Plattform TianYanCha gehört die Domain www.appmark.com.cn der Foshan Aichuangshang Technology Co., Ltd. Das Unternehmen wurde am 8. März 2017 gegründet, hat ein Stammkapital von 1 Million Yuan, von dem jedoch kein Cent eingezahlt wurde; der alleinige Gesellschafter und gesetzliche Vertreter ist ein Herr Guo. Auf Nachfrage der Beijing Business Daily nach dem Zusammenhang zwischen der Foshan Aichuangshang Technology Co., Ltd. und dem „AOT Public Welfare & Charity Token“-Projekt versuchte der Reporter mehrfach, das Unternehmen telefonisch zu erreichen – alle Anrufe blieben jedoch unbeantwortet.

Laut Werbematerialien sollen alle Transaktionen zwischen Nutzern ausschließlich als P2P-Direktüberweisungen abgewickelt werden. Ein weiterer Bezirksvertreter erklärte, bei „P2P-Transaktionen“ handele es sich um ein dezentrales Zahlungssystem, bei dem digitale Währungen direkt von Nutzer zu Nutzer transferiert würden. Auch diese Direktüberweisungen fänden innerhalb des internen Marktes statt. Ein Nutzer, der AOT-Token durch Mining erhalten habe, könne beispielsweise im Bereich „Kaufauftrag“ der Plattform ein Verkaufsangebot für seine Token platzieren. Die Plattfinde dann automatisch einen passenden Käufer; nach erfolgreicher Zuordnung überweise der Käufer das Geld direkt auf das Konto des Verkäufers – ohne dass die Plattform jemals das Geld berühre. Die Plattform erhebe lediglich eine Mining-Gebühr: Für jeden verkauften Token betrage diese 30 %.

Ist es seriös, zunächst mit „Cloud-Mining-Geräten“ den Spendentoken AOT zu erzeugen und anschließend Nutzertransaktionen abzuwickeln? Der erfahrene Blockchain-Experte He Nanye betont, dass ein „interner Markt“ im Kern bedeute, dass die Plattform selbst die Kontrolle darüber ausübe – die Gründer könnten somit die Transaktionen der „Cloud-Mining-Geräte“ vollständig manipulieren. In einem solchen eigenkontrollierten System seien die Ertragsmodelle willkürlich festgelegt; meist würden relativ hohe Renditen versprochen, die niemals Verluste vorsehen. Dies widerspreche jedoch fundamental der klassischen Finanztheorie, wonach jeder Vermögenswert Preisschwankungen und Investitionsrisiken unterliege – daher seien solche Modelle höchst fragwürdig.

Ein namentlich nicht genannter Branchenkenner analysierte, dass diese Art von Transaktionen in Wirklichkeit äußerst ungewöhnlich sei und für die beteiligten Nutzer sehr nachteilig. Es sei denn, das Ziel sei bewusst, eine zu frühe Umlaufgeschwindigkeit zu verhindern und die Liquidität künstlich zu drosseln. Zudem zeige eine Bewertung anhand von Preis und Rechenleistung, dass das Konzept zwar oberflächlich attraktiv wirke, die gesamte Architektur jedoch letztlich vom „Stützungspreis“ des AOT-Tokens abhänge. Bei einem massiven Preisverfall würden alle prognostizierten Erträge sofort hinfällig.

Ist das Anwerben neuer Mitglieder und der Aufbau von Unterstrukturen rechtmäßig?

Die Beijing Business Daily stellte fest, dass sowohl die Mining-App als auch die Client-Anwendung von AOT Charity Token aktiv neue Nutzer anwerben und Unterstrukturen aufbauen. Im Mining-Bereich erhält ein Nutzer eine Prämie von 5 %, sobald sein persönlicher Rechenleistungsanteil größer oder gleich dem Anteil seines direkt geworbenen Mitglieds ist. Liegt die Rechenleistung des eigenen Mining-Geräts jedoch darunter, erhält der Nutzer aufgrund unzureichender Datenübertragung innerhalb des Mining-Netzwerks nur 50 % der Rechenleistungs-Erträge des direkt geworbenen Mitglieds.

Im Client-Bereich lieferte Cao Lei dem Reporter ein internes Gewinndiagramm: Ein „Gewerkschaftsvorsitzender“, der direkt fünf Personen anwirbt, erhalte innerhalb von 90 Tagen (3 Monaten) 130 Token; ein „Unternehmer-Botschafter“, der direkt drei Gewerkschaftsvorsitzende anwirbt, erhalte innerhalb von 180 Tagen (6 Monaten) 800 Token; ein „Regionaler Botschafter“, der direkt drei Unternehmer-Botschafter anwirbt, erhalte innerhalb von 270 Tagen (9 Monaten) 2.275 Token; ein „Internationaler Botschafter“, der direkt drei Regionale Botschafter anwirbt, erhalte innerhalb von 360 Tagen (12 Monaten) 5.600 Token. Die entsprechenden Dividendeneinkommen lägen monatlich zwischen mindestens 200 Yuan und über einer Million Yuan. Cao Lei erklärte, dies seien lediglich interne Plattformberechnungen – bei steigendem Token-Preis würden die Dividenden noch höher ausfallen.

„Das Anwerben neuer Mitglieder über ein Pyramid-Schema mit mehr als zwei Ebenen sowie die damit verbundenen Geldtransfers führen in der Regel unmittelbar zur rechtlichen Einordnung als Schneeballsystem – ein häufig genutztes Betrugsmuster vieler Blockchain-Token-Projekte.“ Nach Ansicht von He Nanye ermögliche dieses Modell eine rasche exponentielle Verbreitung, wodurch der Betrug schnell skaliert werden könne. Dabei würden die Einlagen später eintreffender Teilnehmer verwendet, um die Erträge früherer Teilnehmer zu finanzieren; sobald eine kritische Masse erreicht sei, könnten die Betreiber mit dem gesamten Geld verschwinden. Der oben genannte anonyme Branchenkenner ergänzte, dass üblicherweise bereits Provisionssysteme mit mehr als zwei Ebenen als Schneeballsysteme eingestuft würden. Obwohl das öffentlich dargestellte Belohnungsmodell scheinbar nur auf direktem Recruiting basiere und daher nicht gegen gesetzliche Grenzen verstoße, bergen die mehrstufigen Belohnungssysteme – etwa das Verschenken von Mining-Geräten bei Neuanmeldungen oder die Gewährung von Handelsprovisionen – erhebliche Risiken.

Aus juristischer Sicht erklärte Rechtsanwalt Wang Deyi von der Beijing Xunzhen Law Firm gegenüber der Beijing Business Daily, dass die rechtswidrigen Merkmale solcher Transaktionen deutlich erkennbar seien: Wenn die Vergütung für höherrangige Teilnehmer direkt oder indirekt anhand der Verkaufsergebnisse ihrer Untergebenen berechnet werde, handele es sich um ein mehrstufiges Provisionssystem, ein typisches Kennzeichen von Schneeballsystemen. Das Anwerben neuer Mitglieder, die Bildung von Netzwerken sowie mehrstufige Provisionssysteme seien die grundlegenden Merkmale von Schneeballsystemen. Da die Emittenten solcher virtueller Währungen keine gesetzliche Genehmigung besäßen, seien die entsprechenden Transaktionen rechtlich nicht anerkannt; Anleger gerieten daher leicht in Betrugsfallen. Der Anwalt rät dringend davon ab, sich aufgrund übertriebener Werbeversprechen an solchen Transaktionen zu beteiligen.

Blockchain als echte Innovation oder bloßer Marketing-Gag?

Der Einsatz von Blockchain-Technologie zur Lösung bestehender Probleme im gemeinnützigen Sektor ist ein zentrales Werbeversprechen des „AOT Public Welfare & Charity“-Projekts. Laut den vom Reporter erhaltenen Werbematerialien nutzt das Projekt die Blockchain-Merkmale Rückverfolgbarkeit, Unveränderlichkeit und datenschutzkonforme Verschlüsselung, um sämtliche Informationen und Handlungen im Rahmen gemeinnütziger Aktivitäten lückenlos zu dokumentieren sowie alle Phasen des gemeinnützigen Zyklus nachvollziehbar und überprüfbar zu machen.

Handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Innovation oder doch nur um einen Marketing-Gag? Liu Feng, Direktor des Research Centers for Blockchain Technology and Applications an der Shanghai University of International Business and Economics, sieht darin keine wesentliche Innovation: „Die Blockchain selbst zeichnet sich durch netzwerkweite Offenheit, Datentransparenz und vollständige Rückverfolgbarkeit aus – daher enthält die Behauptung, mittels Blockchain-Technologie eine lückenlose Dokumentation aller Informationen und Handlungen im gemeinnützigen Bereich zu ermöglichen, keine signifikanten innovativen Elemente.“

He Nanye betonte, dass Blockchain-Technologie tatsächlich in vielen Bereichen des gemeinnützigen Sektors sinnvoll eingesetzt werden könne. In der Praxis jedoch nutzten viele Akteure den gemeinnützigen Vorwand, um betrügerische Machenschaften zu betreiben. Angesichts der vorliegenden Fakten sei der AOT Charity Token vor allem ein Marketing-Gag, der zur tatsächlichen Blockchain-basierten Förderung gemeinnütziger Zwecke kaum beitrage. Er warnte ausdrücklich: Sobald ein geplantes Token-Investment Merkmale wie das Anwerben neuer Mitglieder, die Einzahlung von Mitgliedsbeiträgen oder unrealistisch hohe, garantiert risikofreie Renditen aufweise, müsse der potenzielle Anleger höchste Vorsicht walten lassen – und sich nicht von verlockenden Renditeversprechen blenden lassen.

Zu den möglichen Risiken des Anwerbemodells sowie zur Frage der Seriosität des internen Marktes versuchte die Beijing Business Daily, Kontakt mit der „AOT Charity Token“-Plattform aufzunehmen – es konnte jedoch kein Kontaktformular oder eine andere Kontaktmöglichkeit gefunden werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Plattform aufgrund einer aktivierten „Sicherheitsabschirmung“ nicht mehr erreichbar.