两年亏损3.7亿,准备开交易所,亿邦国际转战美股命悬一线?

Zwei Jahre mit Verlusten von 370 Mio. USD – Bereitet sich Ebang International auf den Launch einer Börse vor? Steht der Börsengang in den USA auf Messers Schneide?

BroadChainBroadChain28.04.2020, 22:58
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Zusammenfassung

Ebang International startet zum dritten Mal einen Vorstoß an den Kapitalmarkt.

Am 24. April hat Ebang International offiziell einen Antrag für einen Börsengang (IPO) bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Unternehmen plant, an der New Yorker Börse (NYSE) oder am NASDAQ zu notieren und dabei 100 Millionen US-Dollar einzusammeln.

Es ist bereits der dritte Anlauf von Ebang International, an die Kapitalmärkte zu gelangen. Zuvor scheiterte das Unternehmen zweimal an der Hongkonger Börse (HKEX) – einmal am sogenannten „Listing Suitability Principle“ und ein anderes Mal aufgrund mehrerer anhängiger Gerichtsverfahren.

In der aktuellen Lage, in der der Konkurrent Canaan Creative von einer Short-Selling-Firma der Bilanzfälschung bezichtigt wird und chinesische Unternehmen im Ausland generell unter einem Vertrauensverlust leiden, wagt Ebang International trotzdem den Schritt an die US-Börse. Ob dieser gelingt, bleibt jedoch ungewiss.

Warum drängt Ebang International so sehr auf einen Börsengang?

Unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen könnte der Zeitpunkt für einen US-IPO kaum ungünstiger sein.

Doch Ebang Internationals verzweifelter Vorstoß hat einen zwingenden Grund: Das Unternehmen braucht dringend Geld.

Laut Prospekt erzielte Ebang International 2018 und 2019 Umsätze von 319 Millionen bzw. 109 Millionen US-Dollar, verbuchte jedoch Nettoverluste von 11,81 Millionen bzw. 41,07 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Branchenkollegen Canaan Creative belief sich der Umsatz von Ebang International 2019 nur auf etwa die Hälfte.

Hinzu kommt eine angespannte Liquiditätssituation. Der Prospekt zeigt, dass das Unternehmen 2018 einen negativen operativen Cashflow von 108 Millionen Yuan und 2019 einen negativen operativen Cashflow von 13 Millionen Yuan verzeichnete.

Zum 31. Dezember 2019 beliefen sich die sonstigen Verbindlichkeiten von Ebang International auf 13,74 Millionen US-Dollar und die Lieferantenverbindlichkeiten auf 11,83 Millionen US-Dollar.

Bisher finanzierte Ebang International seinen Betrieb laut Prospekt hauptsächlich durch den operativen Cashflow, Kapitalzuführungen der Aktionäre und Bankkredite.

Die rückläufige Profitabilität und die knappe Liquidität machen es für Ebang International derzeit nahezu unmöglich, seine Entwicklungsziele mit den vorhandenen Mitteln zu erreichen.

Laut Beobachtungen von HuLian MaiBo hat Canaan Creative seit fast einem Jahr kein neues Mining-Gerät mehr vorgestellt; die Wingbit-E12-Serie wurde bereits im Mai letzten Jahres veröffentlicht.

Im Gegensatz dazu brachten Bitmain, MicroBT und Canaan Creative in den letzten sechs Monaten jeweils neue Geräte auf den Markt: die 7-nm-Antminer-S19-Serie, die 8-nm-MicroBT-M30S-Serie sowie die leistungsstarke Avalon-A11-Serie – alle mit einem niedrigeren Stromverbrauch pro Rechenleistung.

Ebang Internationals Wingbit-E12-Serie basiert dagegen weiterhin auf 10-nm-Technologie mit einer Hashrate von 55 TH/s und einem Energieverbrauch von 57 W/TH. Damit ist sie praktisch nur mit Canaans Vorgängermodell, dem Avalon-A1066-Pro, vergleichbar.

Zwar weist Ebang International im Prospekt darauf hin, dass die Designarbeiten für neue 8-nm- und 7-nm-Chip-Mining-Geräte bereits 2019 abgeschlossen wurden, doch öffentlich vorgestellt wurden sie bislang nicht.

Der Prospekt zeigt auch, dass die Forschungs- und Entwicklungsausgaben von Ebang International 2018 und 2019 bei 43,5 Millionen bzw. 13,4 Millionen US-Dollar lagen – ein Rückgang um 69,2 % im Jahr 2019.

Aufgrund der stark reduzierten F&E-Ausgaben hinken die Mining-Geräte von Ebang International der Konkurrenz hinterher, was sich auch auf die Preise auswirkt.

Laut den im Prospekt veröffentlichten Finanzdaten lag der durchschnittliche Verkaufspreis pro Terahash (TH) für Mining-Geräte von Ebang International 2019 bei 15 US-Dollar, während der entsprechende Durchschnittspreis für Canaan-Creative-Geräte bei 19 US-Dollar lag.

Zwei Jahre mit Verlusten von 370 Millionen Yuan, geplante Kryptowährungsbörse – steht Ebang International kurz vor dem Scheitern beim Börsengang in den USA?

Zwei Jahre mit Verlusten von 370 Millionen Yuan, geplante Kryptowährungsbörse – steht Ebang International kurz vor dem Scheitern beim Börsengang in den USA?

Zudem ist der Absatz von Mining-Geräten bei Ebang International stark eingebrochen: Wurden 2018 noch etwa 416.000 Geräte verkauft, sank die Zahl 2019 auf 290.000 Einheiten; der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät fiel von 737 auf 304 US-Dollar.

Der rapide Umsatzrückgang im Kerngeschäft veranlasste Ebang International, nach neuen Wachstumsfeldern zu suchen. Während sich Bitmain und Canaan Creative auf KI-Geschäfte konzentrieren, richtete Ebang International seinen Fokus auf das lukrative Geschäft mit Kryptowährungsbörsen.

Im Prospekt kündigt das Unternehmen an, außerhalb Chinas eine Kryptowährungsbörse einzurichten, um der Community Handelsdienstleistungen anzubieten.

Angesichts der derzeit unklaren regulatorischen Rahmenbedingungen für den Kryptohandel sowohl in den USA als auch in China stellt Ebang Internationals Vorstoß in das Börsengeschäft zweifellos ein hohes Risiko dar – und erhöht die Unsicherheit über den Erfolg des geplanten IPOs zusätzlich.

Der Wechsel an die US-Börse könnte existenzbedrohend sein

Verglichen mit dem Kryptobörsengeschäft birgt der US-Börsengang für Ebang International aufgrund mehrerer ungeklärter Rechtsstreitigkeiten noch größere Unsicherheiten.

So war Ebang International beispielsweise im September 2018 in den Zusammenbruch der P2P-Plattform „Yindouwang“ verwickelt: Zwischen Ebang International und dem tatsächlichen Kontrollinhaber von Yindouwang bestanden unklare Geldflüsse in Höhe von 520 Millionen Yuan; einige Geschädigte vermuteten eine Verschleierung von Vermögenswerten.

Im selben Jahr verklagte zudem der Minerkunde Ma Xiaoyun das Unternehmen. Er hatte für 13 Millionen Yuan 500 Wingbit-E10-Mining-Geräte gekauft, die jedoch häufig defekt waren – innerhalb von drei Monaten mussten insgesamt 873 Geräte zur Reparatur eingeschickt werden. Der Rechtsstreit ist bis heute nicht entschieden.

Im Dezember letzten Jahres veröffentlichte das A-aktiennotierte Unternehmen Zhongying Interconnection eine Mitteilung. Darin hieß es, eine Tochtergesellschaft habe Zahlungen an Ebang Mining-Maschinen geleistet, jedoch keine Lieferung erhalten; Ebang International stehe daher im Verdacht des Vertragsbetrugs. Ebang International konterte mit dem Vorwurf der böswilligen Verleumdung und reichte eine Gegenklage ein. Bis heute ist dieser Rechtsstreit nicht beigelegt.

Neben diesem schwelenden Konflikt sieht sich Ebang International mit einem weiteren Risiko konfrontiert, das sich aus seiner geplanten US-Börsennotierung ergibt: die durch den Luckin-Coffee-Skandal ausgelöste Vertrauenskrise.

Seit Luckin Coffee am 2. April seinen Bilanzbetrug eingestand, gerieten auch die Unternehmen Gaotu Techedu („Genshuixue“) und iQiyi nacheinander ins Visier von Leerverkäufern, die ihnen Bilanzfälschung vorwarfen. Auch Canaan, das im November vergangenen Jahres an die Börse ging, erlebte einen rasanten Abstieg: Der Umsatz brach um eine Milliarde CNY ein, die Marktkapitalisierung schrumpfte um 70 Prozent, und auch Canaan sah sich mit Vorwürfen der Bilanzmanipulation durch Leerverkäufer konfrontiert.

Die Vertrauenskrise, die von chinesischen US-Börsengängen ausging, wirft somit ein zusätzliches Schlaglicht auf die geplante Notierung von Ebang International. Doch ohne Zugang zum Kapitalmarkt stünde das Unternehmen angesichts des zunehmend aggressiven Wettbewerbs unter den Mining-Hardware-Herstellern ebenfalls vor existenziellen Herausforderungen.