Das kambodschanische Parlament hat einstimmig ein neues Gesetz gegen Online-Betrug verabschiedet, das gezielt auf große Betrugs-Camps abzielt, die Kryptowährungen für ihre Machenschaften nutzen. Die Höchststrafe sieht lebenslange Haft vor. Das Gesetz muss nun noch den Senat passieren und die königliche Zustimmung von König Norodom Sihamoni erhalten, wie BroaderChain BroadChain berichtet.
Den Drahtziehern hinter solchen Betrugsringen drohen nach dem Gesetzentwurf Haftstrafen von 15 bis 30 Jahren. Kommt es zu Todesfällen, kann sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt werden. Organisatoren müssen mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen rechnen, während Teilnehmer mit zwei bis fünf Jahren Haft sowie Geldstrafen von bis zu 125.000 US-Dollar bestraft werden können.
Analysen zeigen, dass sich sogenannte „Schweinezucht“-Betrugsmaschen („Pig Butchering“) und andere kryptobasierte Betrugsformen in Südostasien in letzter Zeit rasant verbreitet haben. Dabei dienen Kryptowährungen oft dazu, Geld grenzüberschreitend zu transferieren und zu waschen – ein Milliardengeschäft, das jährlich immense Summen umsetzt.
Solche Strafverfolgungsmaßnahmen könnten jedoch lediglich dazu führen, dass die kriminellen Aktivitäten verlagert statt nachhaltig bekämpft werden. Entscheidend wird sein, ob parallel auch korrupte Schutznetzwerke, Geldwäschestrukturen und Systeme für den illegalen Kapitalfluss wirksam angegangen werden.
