疫情信任危机爆发之后:区块链的“抗疫”才刚开始

Nach dem Ausbruch der Vertrauenskrise während der Pandemie: Die ‚Pandemiebekämpfung‘ der Blockchain hat gerade erst begonnen

BroadChainBroadChain11.02.2020, 14:13
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Zusammenfassung

In diesem Kampf gegen die Pandemie ist die Blockchain lediglich zu spät gekommen.

Angesichts der landesweiten Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus gewinnt der Einsatz neuer Technologien zunehmend an Bedeutung: Big Data hilft bei der Kontaktverfolgung, Künstliche Intelligenz unterstützt die Temperaturüberwachung, und Roboter übernehmen die Essensauslieferung in Quarantänebereichen.

Auch die vielversprechende Blockchain-Technologie hat reagiert – insbesondere nach den erneuten Vertrauensproblemen des Roten Kreuzes. So wurden Spendeninformationen auf der Blockchain gespeichert und Plattformen wie die „Blockchain-basierte Epidemieüberwachung“ eingeführt. Bislang blieben diese Initiativen jedoch eher verhalten.

System in nur zwei Tagen entwickelt und online gestellt

Cui Xiaohui, Mitglied des Blockchain-Fachkomitees der China Computer Federation (CCF) und Professor an der Nationalen Akademie für Cybersicherheit der Wuhan-Universität, hat mit seinem Team aus über 20 Studierenden in nur 48 Stunden eine Plattform entwickelt. Am 3. Februar ging das „Nationale Informationsaustauschsystem für Schutzausrüstung im Kampf gegen COVID-19 – Luoying Shanlian V1.4“ online. Es macht Spender- und Empfängerinformationen vollständig transparent und ermöglicht so eine schnelle Vermittlung und den reibungslosen Transport von Schutzausrüstung.

Eigentlich war das System für das Rote Kreuz und andere Wohltätigkeitsorganisationen gedacht. Nach Ausbruch der Pandemie rief die Provinzbehörde für Wissenschaft und Technologie in Hubei Wissenschaftler und Techniker dazu auf, technische Lösungen beizusteuern.

Cui Xiaohuis Team reichte daraufhin umgehend einen Förderantrag mit dem Titel „Neugestaltung von Wohltätigkeitsorganisationen mittels Blockchain-Technologie“ ein. Ziel war es, Organisationen wie das Rote Kreuz bei der Abstimmung von Bedarf und Angebot sowie bei der schnellen Offenlegung von Spendeninformationen zu unterstützen und so der Kritik an mangelnder Transparenz entgegenzuwirken.

Der Antrag blieb zunächst unbeantwortet. Gleichzeitig geriet das Rote Kreuz in Hubei massiv unter Druck: Wegen ineffizienter Verteilungsprozesse und mangelnder Transparenz stand die Organisation in der Kritik. Am 1. Februar kündigte es an, dass Spender direkt mit den Krankenhäusern kommunizieren und spenden könnten.

„Unser Team aus über 20 Personen hat 48 Stunden am Stück gearbeitet, um das System zu entwickeln und online zu stellen“, berichtet Cui Xiaohui. Man entschied sich, zunächst eine Demonstrationsversion zu veröffentlichen, um eine direkte Verbindung zwischen Spendern und Empfängern herzustellen. Am ersten Tag verzeichnete die Plattform 300.000 Zugriffe – und brach zusammen. Nach Kontaktaufnahme mit Alibaba Cloud stellte dieser Personal bereit, um den Betrieb unter Hochlast aufrechtzuerhalten. Innerhalb von drei Tagen meldeten über 900 Krankenhäuser ihren Bedarf; bislang wurden mehr als 100 größere Spenden erfolgreich abgewickelt.

Chen Haoming, Geschäftsführer der Abteilung „Baoquanwang“ bei Shuqin Technology, erläutert die Vorteile der Blockchain für Spenden: Erstens löst sie das Fragmentierungsproblem, indem alle Daten des Spendenprozesses – von der Logistik über die Lagerung bis zur Auslieferung – in einer durchgängigen Kette gespeichert werden. Zweitens gewährleistet sie die Glaubwürdigkeit der Daten: Jeder Schritt ist nachvollziehbar und manipulationssicher; nach der Speicherung werden die Daten in einer Konsortium-Blockchain abgelegt und mit einer Public Chain verbunden. Drittens fördert sie die Transparenz der beteiligten Institutionen: Alle Daten sind für die Öffentlichkeit einsehbar.

Laut Chen Haoming wollten viele Unternehmen nach Ausbruch der Pandemie – insbesondere nach den Vertrauensproblemen bei Wohltätigkeitsorganisationen – ihren gesamten Spendenprozess auf der Blockchain dokumentieren, um Transparenz zu schaffen. Das Unternehmen nahm daraufhin über Community-Kanäle Kontakt zu interessierten Firmen auf. Bislang wurden rund 30 Unternehmen dabei unterstützt, ihren Spendenprozess auf der Blockchain abzubilden – alles kostenlos und gemeinnützig.

Laut öffentlichen Quellen startete Alipay am 7. Februar ebenfalls eine Plattform für medizinische Schutzausrüstung. Im Unterschied zu anderen Lösungen nutzt sie die Blockchain-Technologie von Ant Group, um Informationen zu Bedarf, Angebot und Transport zu prüfen und auf der Blockchain zu speichern.

Am 5. Februar stellte Chainfly Technology die erste nationale Blockchain-basierte Epidemieüberwachungsplattform vor. Sie verfolgt in Echtzeit den Verlauf der COVID-19-Epidemie in allen chinesischen Provinzen und Städten, speichert relevante epidemiologische Daten auf der Blockchain und gewährleistet so deren Unveränderlichkeit und Rückverfolgbarkeit. Zudem wurde eine transparente Überwachungs- und Haftungskette etabliert, um die Offenlegung von Pandemieinformationen sicherzustellen.

Noch nicht ausgereift – Blockchain steckt noch in den Kinderschuhen

Allerdings, so Cui Xiaohui, sei das System noch nicht vollständig nach der ursprünglichen Konzeption umgesetzt. Zwar basiere die Grundarchitektur auf Blockchain, doch erfordere die Technologie die Zusammenarbeit aller Beteiligten – Spender und Krankenhäuser müssten entsprechende Endgeräte nutzen. Da viele jedoch weder Zeit noch Kapazitäten hätten, Apps herunterzuladen oder sich mit Blockchain vertraut zu machen, werde das System derzeit nur über eine Web-Oberfläche bereitgestellt.

Die größte Herausforderung sei daher die Überprüfung der eingegebenen Informationen. „Anfangs dauerte es etwa einen Tag, bis eine Meldung veröffentlicht wurde. Mittlerweile stehen uns fast 200 Freiwillige zur Verfügung, sodass neue Einträge in ein bis zwei Stunden online gehen“, erklärt Cui Xiaohui. Während die Validierung über die Blockchain Sekunden bräuchte, erfolge die Prüfung derzeit manuell durch Freiwillige per Telefon oder Recherche – erst dann wird die Information freigeschaltet.

„Die Grundarchitektur und alle Schnittstellen sind jedoch bereits implementiert, ebenso die Blockchain-Basis. Sobald sich die Lage entspannt, werden wir die vollständige Umsetzung vorantreiben. Dazu müssen sowohl Spender als auch Krankenhäuser eigene Blockchain-Plattformen nutzen – also entsprechende Apps installieren.“ Cui Xiaohui hofft, dass die Plattform künftig tatsächlich vom Roten Kreuz genutzt wird, um die Authentizität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Spendeninformationen zu gewährleisten und so die Entwicklung des Wohltätigkeitswesens voranzubringen.

Cui Xiaohui betont, dass Blockchain eine vergleichsweise neue Technologie sei, die in der Breite noch nicht etabliert sei. Daher sei es schwierig, plötzliche Anforderungen kurzfristig zu erfüllen. Die größte Herausforderung liege weniger in der Technik selbst, sondern darin, das Vertrauen der Menschen in die Authentizität der auf der Blockchain gespeicherten Informationen aufzubauen – dafür brauche es Zeit.

Branchenexperten zufolge ist während der Pandemie das Vertrauensproblem besonders deutlich geworden. Da Blockchain darauf ausgelegt sei, Vertrauensökologien aufzubauen, sei ihr Einsatz im Wohltätigkeits- und Notfallbereich naheliegend. Solche konkreten Anwendungen trieben die praktische Umsetzung der Technologie weit mehr voran als bloße „Blockchain-Logos“ auf Produkten.

„Im Vergleich zu Big Data und Künstlicher Intelligenz ist die Blockchain im Kampf gegen die Pandemie einfach später dran“, so ein Experte. Das liege daran, dass großflächige Anwendungsszenarien bislang noch nicht realisiert und ökosystembasierte Strukturen noch nicht etabliert seien.

Mangelnde Vorbereitung – sowohl in technischer und praktischer Hinsicht als auch bei der öffentlichen Akzeptanz – erschwere es, kurzfristig effektive Ergebnisse zu erzielen. Welche Bereiche künftig als erste exklusive Blockchain-Anwendungen hervortreten könnten, bedarf daher weiterer intensiver Überlegung.