Laut Daten von Checkonchain vom 23. März liegen die durchschnittlichen Produktionskosten für Bitcoin-Miner derzeit bei etwa 88.000 US-Dollar. Der aktuelle Marktpreis pendelt hingegen um 69.200 US-Dollar – was für die Miner im Schnitt einen Verlust von rund 21 % bedeutet.
Der Kurs von Bitcoin ist seit seinem Höchststand bei 126.000 US-Dollar deutlich gesunken und notiert nun unter 70.000 US-Dollar. Ein zusätzlicher Kostendruck entsteht durch den jüngsten Anstieg der Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel, der die Stromkosten in die Höhe treibt.
Die faktische Schließung der Straße von Hormus hat zudem die Erwartungen an eine weltweite Verknappung des Öl- und Gasangebots geschürt, was die Kostensituation für Miner weiter verschärft.
Auf Netzwerkebene wurde die Mining-Schwierigkeit bei der letzten Anpassung um 7,76 % auf 133,79 Billionen gesenkt. Dies ist einer der größten Rückgänge im Jahr 2026 und liegt etwa 10 % unter dem Niveau vom Jahresanfang.
Die gesamte Netzwerk-Hashrate bewegt sich zwischen 900 und 950 EH/s und bleibt damit unter der im Jahr 2025 erreichten Schwelle von 1 ZH/s. Die durchschnittliche Blockzeit hat sich auf etwa 12 Minuten und 36 Sekunden verlängert.
Der aktuelle Hash-Preis liegt bei rund 33 US-Dollar pro PH/s und nähert sich damit der Gewinnschwelle für die meisten Mining-Geräte.
Gegenwärtig befinden sich etwa 43 % des gesamten Bitcoin-Angebots im Verlustbereich.
Wenn die Mining-Einnahmen die Betriebskosten nicht mehr decken, sind Miner oft gezwungen, Bitcoin zu verkaufen, um ihre laufenden Ausgaben zu finanzieren. Dies kann zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Markt ausüben.
Mehrere börsennotierte Mining-Unternehmen wie MARA und Cipher Mining verlagern ihre Ressourcen zunehmend in Richtung KI und Hochleistungsrechnen.
Bitdeer hat seine Bitcoin-Bestände bereits vollständig abgebaut, während Core Scientific plant, einen Großteil seiner Reserven zu verkaufen, um in KI-Infrastruktur zu investieren.
Die nächste Anpassung der Mining-Schwierigkeit wird für Anfang April erwartet. Sollte sich die derzeitige Lage fortsetzen, ist mit einer weiteren Absenkung zu rechnen.
