Kryptowährungen ziehen in einer Woche 1,4 Milliarden US-Dollar an, Bitcoin-ETFs und geopolitische Entspannung als Haupttreiber
BroadChain BroadChain erfuhr, dass am 21. April um 19:00 Uhr nach Angaben von NewsBTC der Kryptomarktstimmungsindikator "Fear and Greed Index" am Montag auf über 29 stieg und damit zum ersten Mal seit dem 29. Januar aus dem Bereich "Extreme Fear" ausbrach. Kapitalströme bestätigen den Stimmungswandel. Laut CoinShares-Daten verzeichneten Krypto-Investmentprodukte in der vergangenen Woche einen Nettozufluss von 1,4 Milliarden US-Dollar, den zweitgrößten wöchentlichen Zufluss seit Januar. Die drei aufeinanderfolgenden Wochen mit Nettozuflüssen summieren sich auf insgesamt 2,7 Milliarden US-Dollar. Das verwaltete Gesamtvermögen (AUM) der betreffenden Produkte stieg auf fast 155 Milliarden US-Dollar, den höchsten Stand seit Anfang Februar. James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, wies darauf hin, dass die gestiegene Risikobereitschaft hauptsächlich mit den Fortschritten bei den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zusammenhängt. Der Bitcoin-Preis, der am Freitag zeitweise fast 78.000 US-Dollar erreichte, hat den Markt ebenfalls belebt. Das Kapital konzentrierte sich auf Bitcoin- und Ethereum-Produkte. Bitcoin-ETPs verzeichneten einen wöchentlichen Zufluss von 1,12 Milliarden US-Dollar, der kumulierte Zufluss im Jahr beträgt 3 Milliarden US-Dollar, und das verwaltete Vermögen erreichte 123 Milliarden US-Dollar. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs trugen etwa 1 Milliarde US-Dollar bei. Ethereum-ETPs verzeichneten einen wöchentlichen Zufluss von 328 Millionen US-Dollar, die stärkste Leistung seit Januar, und der jährliche Zufluss wurde positiv mit 197 Millionen US-Dollar. Die Kapitalverteilung war deutlich unterschiedlich: XRP-Produkte verzeichneten einen Abfluss von 56 Millionen US-Dollar, Solana-Produkte einen Abfluss von 2,3 Millionen US-Dollar. Short-Bitcoin-Produkte verzeichneten nur einen Zufluss von 1,4 Millionen US-Dollar, was auf schwache Verkaufskräfte hindeutet. Geografisch dominierte der US-Markt mit einem Zufluss von 1,5 Milliarden US-Dollar, Deutschland verzeichnete einen Zufluss von 28 Millionen US-Dollar, während die Schweiz einen Abfluss von 138 Millionen US-Dollar verzeichnete. Obwohl die US-CPI im März bei 3,3 % und die Kerninflation bei 2,6 % lag, wird allgemein angenommen, dass die Kerninflation kontrolliert und angebotsseitig getrieben ist, was keine signifikanten Auswirkungen auf die Kapitalströme hatte.