BroadChain News, 26. April, 01:46 Uhr – Laut BeInCrypto hat Tether am 24. April die US-Behörden dabei unterstützt, etwa 344 Millionen USDT auf zwei Adressen einzufrieren. US-Beamte bestätigten anschließend, dass diese Gelder mit dem Iran in Verbindung stehen und über Transaktionen über iranische Börsen und Wallets der iranischen Zentralbank geleitet wurden. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass dieser Schritt darauf abziele, die vom Iran genutzten Finanzkanäle zu unterbrechen, während die Atomverhandlungen ins Stocken geraten sind.
Laut einem Bericht der Blockchain-Analysefirma Chainalysis belief sich das Krypto-Vermögen des Iran im Jahr 2025 auf 7,8 Milliarden US-Dollar, wobei die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) etwa die Hälfte davon hält. Die beiden eingefrorenen Tether-Wallets zeigten während ihrer Aktivität ein ähnliches Verhalten wie bekannte IRGC-Adressen, wobei einzelne Transfers oft mehrere zehn Millionen US-Dollar betrugen. Die iranische Zentralbank setzt zunehmend verdecktere Methoden ein, um grenzüberschreitende digitale Vermögensaktivitäten zu verschleiern, den Rial zu stabilisieren und den Handel unter Sanktionen aufrechtzuerhalten.
Daniel Tannebaum, Senior Fellow am Atlantic Council, ist der Ansicht, dass die Einfrierungsaktion zwar bedeutsam sei, der Iran jedoch seit Jahrzehnten an wirtschaftlichen Druck gewöhnt sei und der entscheidendere Engpass bei Drittstaatenakteuren wie China liege. Tether arbeitet derzeit mit über 340 Strafverfolgungsbehörden in mehr als 65 Ländern zusammen und hat bereits die Einfrierung von über 4,4 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten unterstützt. Ob diese Aktion die Art und Weise, wie der Iran Gelder leitet, tatsächlich verändern kann, bleibt ein zentraler Punkt, den Regulierungsbehörden und Börsen im Auge behalten müssen.
