Laut einem Bericht von BroadChain hat die Investmentbank Mizuho am 26. März erklärt, Mastercard werde nach der geplanten Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens BVNK zur zentralen Schnittstelle zwischen Krypto-Assets und dem traditionellen Fiat-Währungssystem. Dies werde das Zahlungsökosystem des Kartenriesen erheblich erweitern.
Die Analyse von Mizuho kommt zu dem Schluss, dass Stablecoins das Kerngeschäft von Mastercard im Bereich der Kartenzahlungen nicht gefährden, sondern vielmehr als Beschleuniger für dessen Netzwerk wirken werden. Insbesondere bei grenzüberschreitenden B2B-Zahlungen, Geldtransfers sowie in der Creator- und Gig-Economy könnten Stablecoins schnellere, kostengünstigere und rund um die Uhr verfügbare Zahlungsströme ermöglichen.
Mizuho behält daher seine „Outperform“-Einstufung für Mastercard bei und bestätigt ein Kursziel von 666 US-Dollar. Die Analysten gehen davon aus, dass in diesen neuen Anwendungsbereichen die Durchdringung mit traditionellen Bankkarten noch gering ist – eine Lücke, die Stablecoins schließen könnten. Gleichzeitig bleibe die Kartenzahlung der zentrale Zugangspunkt für Verbraucher im Alltag.
Wie bekannt wurde, hat Mastercard eine Vereinbarung zur Übernahme von BVNK für bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar getroffen. Der Deal wird als strategisch wichtiger Schritt gewertet, um Mastercards Rolle als Netzwerk-Konnektor weiter auszubauen und das Geschäft auf den Umtausch und die Abwicklung zwischen Stablecoins und Fiat-Währungen auszudehnen.
Vor dem Hintergrund einer sich allmählich öffnenden regulatorischen Landschaft und der beschleunigten Expansion traditioneller Zahlungsgiganten wie Visa und Stripe in den Stablecoin-Bereich entwickeln sich Stablecoins zunehmend zu einem bedeutenden Wachstumstreiber innerhalb des globalen Zahlungssystems.
