Der Ethereum-Preis konsolidiert sich über 2.332 US-Dollar und ist in den letzten 24 Stunden um 1,66 % leicht gestiegen. Eine Analyse von GugaOnChain zeigt, dass Verhaltensänderungen bei drei Arten von Adressen auf Binance einen entscheidenden strukturellen Wandel offenbaren: Die Anzahl der Akkumulationsadressen (2.434) hat die Anzahl der stabilen Wal-Adressen (2.410) überholt, während die Anzahl der Benutzer-Einzahlungsadressen (2.314) die niedrigste der drei ist. Dies signalisiert, dass Institutionen, die zuvor Stablecoins gehalten und abgewartet haben, nun aktiv ETH kaufen und in Cold Wallets überführen.
Das aktuelle Verhältnis von Kaufdruck (aktive Akkumulation + bereitstehendes Stablecoin-Kapital) zu potenziellem Verkaufsdruck beträgt 2,1:1, was bedeutet, dass auf jede Adresse, die bereit ist, ETH zu verkaufen, mehr als zwei institutionelle Käufer kommen. Die Analyse bezeichnet die Region um 2.332 US-Dollar als "Panzer-Glas-Boden", da das strukturelle Gewicht der institutionellen Nachfrage ausreicht, um Verkäufe zu absorbieren, ohne dass der Preis fällt.
Der Bericht prognostiziert, dass in historischen Situationen, in denen die Anzahl der Einzahlungsadressen unter der Anzahl der Akkumulationsadressen lag und der Konvergenzindex über 2,0 lag, der Preis mit einer Wahrscheinlichkeit von 92 % innerhalb von 72 bis 120 Stunden nach oben ausbricht. Der institutionelle Markt verbraucht kontinuierlich die verfügbare ETH-Liquidität auf Binance. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Angebot, das den Preisanstieg hemmt, erschöpft sein. Das Risikoszenario ist ebenfalls klar: Wenn die Anzahl der Binance-Einzahlungsadressen auf über 2.600 steigt (über die Linie der stabilen Wale), wird eine Umkehralarm ausgelöst.
Aus einer längerfristigen strukturellen Perspektive testet die Ethereum-Wochenchart die Region um 2.300 US-Dollar, wo mehrere technische Signale zusammenlaufen. Der Preis hat sich wieder über dem 200-Wochen-Durchschnitt etabliert, was darauf hindeutet, dass die langfristige Unterstützung wieder aufgebaut wird. Allerdings zeigen die 50-Wochen- und 100-Wochen-Durchschnitte eine Abflachung, was darauf hindeutet, dass sich der Markt in einer Bodenbildungsphase befindet und nicht in einem klaren Trend. Das Handelsvolumen hat sich nach panikartigen Verkäufen normalisiert, was auf einen nachlassenden Zwangsverkaufsdruck hindeutet. Die aktuelle Struktur konzentriert sich mehr darauf, Schwung für potenzielle größere Bewegungen aufzubauen, als auf momentumgetriebene Aktionen.
